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SV für Versicherungsschäden an Gebäuden

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Termine: Ganzjährige Termine
Dauer: 5 Tage
Seminarort: Bundesweit
Fachbereich: Bau

Kosten:
2320,50 Euro inkl. MwSt. pro Teilnehmer
(1950,00 Euro netto + 370,50 Euro MwSt.)

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Wie wird man Versicherungsgutachter?

Die Tätigkeit eines Versicherungsgutachters ist sehr vielseitig. Sie können in unterschiedlichen Bereichen tätig werden. Viele sind beispielsweise als Kfz-Gutachter, aber auch als medizinischer Gutachter und als Gebäudegutachter beschäftigt. Sie werden in der Regel dann hinzugezogen, wenn sich die Versicherung, aber auch andere Auftraggeber nicht mehr weiter helfen können und auf umfangreicheres Expertenwissen zurückgreifen müssen.

Wie man Versicherungsgutachter werden kann, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten und wie hoch das mögliche Einkommen liegen kann, diese und weitere wichtige Fragen beantworten wir in diesem Beitrag.

Warum kommt es zum Einsatz eines Versicherungsgutachter?

Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Kam es beispielsweise zu einem Verkehrsunfall, bei dem nicht nur ein erheblicher Schaden am Fahrzeug entstand, sondern auch eine Person bleibende Schäden erlitten hat oder ein höherer Verdienstausfall eingetreten ist, wird sie vermutlich auf Schadenersatz und Schmerzensgeld klagen. In solch einem Fall werden entsprechende Sachverständige eingeschaltet, die für die Versicherung, aber auch für Gerichte, Anwälte und Geschädigte ein Gutachten oder Gegengutachten erstellen.

Auch beim Hausbau kommt es oft zu Schäden, die von einem Gutachter bewertet werden müssen, um einen Anspruch geltend machen zu können. Das können beispielsweise undichte Fenster, undichte Leitungen etc. sein, die zu einem Wassereintritt ins Mauerwerk geführt haben. Aber auch im Falle eines Hochwassers, bei dem das Gebäude und das Inventar Schaden genommen hat, kann ein Sachverständiger für Versicherungsschäden an Gebäuden zur Schadens- und Wertermittlung hinzugezogen werden.

Wie genau geht ein Versicherungsgutachter vor? Wie arbeitet er?

Wird ein Versicherungsgutachter eingeschaltet, um Schäden an einem Gebäude zu bewerten, wird dieser erst einmal einen Vor-Ort-Termin vereinbaren. Hier überzeugt er sich vom Zustand des Gebäudes, nimmt verschiedenste Messungen vor und protokolliert diese. Zugleich wird er auch Fotografien des Hauses anfertigen, die seine Aussagen später untermauern. Bei der Gutachtenerstellung finden unter anderem bauphysikalische Aspekte, aber auch Feuchte, Wärme, Schall, der Aufbau der Immobilie oder eines anderen Bauwerkes Beachtung, über die der Sachverständige Bescheid wissen muss. Dieses Wissen bekommt er in Lehrgängen vermittelt, wie sich auch von modal angeboten werden.

Bei der Vor-Ort-Besichtigung wird er sich auch mit den Bewohnern des Hauses unterhalten und dabei z.B. einige wichtige Rückfragen rund um die Versicherungsleistungen stellen. Sämtliche das Gebäude betreffende Unterlagen (Baupläne, Nachweise über Renovierungen/Instandsetzungen, Unterlagen zu eventuellen Umbauten, Auszüge aus dem Grundbuch, Verträge etc.) sollten ihm vorgelegt werden. Auf der Grundlage all dieser Informationen erstellt er dann sein Gutachten.

Im Auftrag zur Gutachtenerstellung werden oft auch bestimmte Fragestellungen aufgeführt, auf die das Gutachten genauer eingehen soll. Hierzu nimmt der Versicherungsgutachter dann in seinem schriftlichen Gutachten Stellung. Dieses schickt er der dem Auftraggeber zu. Wird es von einem Gericht angefordert, so nimmt er in der Verhandlung, in der er das Gutachten vorstellt, in der Regel auch zu weiteren Fragen Stellung. Um für Gerichte tätig werden zu können, muss der Versicherungsgutachter staatlich bestellt sein.

Der Versicherungsgutachter muss den vorgegebenen oder zu ermittelnden Sachverhalt bearbeiten, verifizieren und dann das Gutachten so darstellen, dass die getroffenen Feststellungen und Überlegungen auch für Nichtfachleuten verständlich und nachvollziehbar sind.

Voraussetzungen für den Beruf des Versicherungsgutachters

Um eine Aus- oder Weiterbildung zum Versicherungsgutachter im Bausektor absolvieren zu können, muss ein gewisses Grundwissen vorhanden sein. So können sich beispielsweise Handwerksmeister aus dem Bau- oder Baunebengewerbe, Architekten, Diplomingenieure und Techniker aus dem Bau- und Baunebengewerbe, aber auch Bauingenieure zum Versicherungsgutachter für Gebäude aus- oder weiterbilden lassen.

Die Weiterbildung zum Versicherungsgutachter bringt einige Vorteile mit sich. So ist es natürlich ein Wettbewerbsvorteil, wenn ein Unternehmer in seiner Vita erwähnen kann, dass er als Versicherungsgutachter tätig ist. Dies führt auch bei Auftraggebern in ähnlichen Bereichen zu einer höheren Anerkennung. Durch die Ausbildung erweitert man auch seine Fachkompetenz, gewinnt ein neues Betätigungsfeld hinzu und erweitert seine Kundenkontakte. Das lässt wiederum die Einnahmen ansteigen. Die Aufträge können sowohl von Privatpersonen (die beispielsweise ein Haus verkaufen oder erwerben möchten und dafür vorab eine gutachterliche Einschätzung wünschen), aber auch von Firmen, Gerichten, Versicherern, Banken, Rechtsanwälte als auch von Expertensuchdiensten kommen.

Versicherungsgutachter Ausbildung – Wie werde ich Versicherungsgutachter?

Sind alle oben erwähnten Voraussetzungen erfüllt, können Sie sich in einem Seminar zur Ausbildung zum Sachverständigen für Versicherungsschäden an Gebäuden anmelden. Diese werden unter anderem von modal zu unterschiedlichen Terminen an verschiedenen Orten in Deutschland angeboten. Das Seminar läuft in der Regel über drei bis fünf Tage und wird mit einer Prüfung abgeschlossen.

Ziel des Seminars ist es, die Absolventen in die Lage zu versetzen, selbstständig Gutachten über Gebäudeschäden anfertigen zu können, die durch Hagel, Sturm, Feuer und Wasser entstanden sind.

Bei modal unterteilt sich das Seminar in drei große Bereiche. Dazu gehören die

Im Seminar werden unter anderem die

Zum Ende des Seminars wird durch die DESAG (Deutsche Sachverständigen Gesellschaft mbH) in Zusammenarbeit mit dem Berufsfachverband für das Sachverständigen- und Gutachterwesen e. V. eine Fachverbandsprüfung vorgenommen. Nach erfolgreichem Abschluss können Sie dann Ihre Tätigkeit als Versicherungsgutachter für Schäden am Gebäude aufnehmen.

Auch wenn sie ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, müssen sie sich ständig weiterbilden. Denn gerade im Bauwesen kommen immer wieder Neuerungen auf, die dann natürlich bei der Erstellung der Gutachten berücksichtigt werden müssen.

Informationen zu den einzelnen Seminaren und Kursen sowie deren Kosten, erhalten Sie in unseren Infobroschüren.

Versicherungsgutachter werden

Versicherungsgutachter Jobs und Gehälter

Versicherungsgutachter für Gebäude können unter anderem in Handwerksfirmen, bei Stadtverwaltungen, in Architektenbüros, in Ingenieurbüros und auch als Selbstständige arbeiten. Für die Erstellung eines Gutachtens fertigen sie eine Rechnung an, deren Betrag natürlich je nach Aufwand variiert. In der Regel wird hier auf Stundenbasis abgerechnet. Für viele ist die Tätigkeit als Versicherungsgutachter nur ein weiteres berufliches Standbein, weshalb sich schwer Aussagen zum Einkommen treffen lassen.

Wird ein Sachverständiger im Auftrag eines Gerichtes tätig, so ist seine Vergütung im "Gesetz über die Vergütung von Sachverständigen, Dolmetscherinnen, Dolmetschern, Übersetzerinnen und Übersetzern sowie die Entschädigung von ehrenamtlichen Richterinnen, ehrenamtlichen Richtern, Zeuginnen, Zeugen und Dritten" (abgekürzt JVEG) verbindlich geregelt.

Liegt kein gerichtlicher Auftrag vor, kann der Sachverständige oder dessen Arbeitgeber den Stundensatz selbst festlegen. Gerade für Anfänger kann es hier hilfreich sein, sich ebenfalls am JVEG zu orientieren. Je nach Einstufung liegt dort der Stundensatz zwischen 65 Euro (Honorargruppe 1) und 125 Euro (Honorargruppe 12). Bei einer außergerichtlichen Tätigkeit liegen Stundenlöhne von etwa 80 Euro (Honorargruppe 1) bis 180 Euro (Honorargruppe 12) im Bereich des Möglichen. Hier muss die Umsatzsteuer noch extra dazugerechnet werden.

Bei der Festlegung des Stundensatzes sollten sowohl die eigene Erfahrung, aber auch die festen Ausgaben wie Versicherungen, Steuern, Krankenkassenbeiträge, Fahrzeugversicherung, Büromiete, Strom, Wasser, Heizung und Büromaterialien etc. berücksichtigt werden. Um den Stundenlohn zu ermitteln, sollte man all diese Ausgaben zusammenrechnen und durch die geplante Anzahl an Arbeitsstunden dividieren. So erfahren Sie, welches Stundenhonorar sie mindestens ansetzen sollten. Schauen Sie sich aber auch bei anderen Mitbewerbern um und überprüfen deren Serviceleistungen und Preise. Informationen dazu finden Sie unter anderem auf deren Webseite.

Haben Sie bei modal das in der Regel fünftägige Seminar absolviert und die Prüfung bestanden, werden Sie entweder Mitglied im „Berufsfachverband für das Sachverständigen- und Gutachterwesen e.V.“ oder Mitglied bei der „DESAG Deutsche Sachverständigen Gesellschaft mbH“ und somit gleichzeitig Mitglied im Verband. Sie können sich aber auch für eine Akkreditierung als DESAG Partnerbüro entscheiden. Dadurch sind sie über die DESAG Verbandsmitglied, können aber auch die vielen Vorzüge eines Partnerbüros nutzen und vom ständigen Wachstum der DESAG profitieren.