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Bau-Sachverständiger

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Termine: Ganzjährige Termine
Dauer: 5 Tage
Seminarort: Bundesweit
Fachbereich: Bau

Kosten:
2320,50 Euro inkl. MwSt. pro Teilnehmer
(1950,00 Euro netto + 370,50 Euro MwSt.)

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Wie wird man Bausachverständiger?

Immer wieder hört man davon, dass bei der Realisierung von Bauvorhaben Mängel aufgetreten sind. Diese müssen dann von einem Bausachverständigen begutachtet werden. Aber auch in die Planung von Gebäuden sind Bausachverständige bereits mit involviert. Ist eine Veräußerung eines Gebäudes geplant oder soll - beispielsweise im Rahmen von Erbstreitigkeiten - der Wert einer Immobilie ermittelt werden, so ist ein geprüfter Bausachverständiger ebenfalls hinzuzuziehen. Dessen Expertise wird oft auch von den finanzierenden Banken anerkannt. Modal bietet Ihnen deutschlandweit die Möglichkeit, an einer Ausbildung zum Bausachverständigen teilzunehmen.

Doch wie genau wird man Bausachverständiger?

Der Beruf des Bausachverständigen

Der Bausachverständige ist Ihr Ansprechpartner, wenn es um die Bewertung von Gebäuden bzw. dort aufgetretener Schäden geht. Hierbei kann es sich sowohl um Schäden, die während des Neubaus aufgetreten sind, aber auch um später aufgetretene Schadensfälle an der Immobilie handeln. Am bekanntesten sind hier sicher die Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk, dessen Sanierung oft sehr kostspielig ist.

Wer kann Bausachverständiger werden?

Um als Bausachverständiger tätig werden zu können, ist entweder eine Ausbildung als Handwerksmeister oder Techniker bzw. ein Ingenieurstudium im Bau- oder Baunebengewerbe notwendig. Auch Architekten können sich zum Bausachverständigen weiterbilden. Ein Meisterbrief oder ein Abschlusszeugnis muss vorgelegt werden. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass der Interessent über eine mehrjährige Berufserfahrung verfügt.

Was gehört zu den Tätigkeiten eines Sachverständigen im Bauwesen?

Generell muss man zwischen Gutachtern, die im Bereich Bau-Wertermittlung tätig sind, und Bausachverständigen für Schäden an Gebäuden unterscheiden. Bausachverständige für Bauschäden werden mit der Erstellung von Gutachten zu Bauschäden (sogenannte Bauschadenbewertung) betraut. Gutachter für die Bauwertermittlung hingegen sind hauptsächlich mit der Wertermittlung von Wohn- und Nichtwohngebäuden beschäftigt.

Zu den Tätigkeitsfeldern des Sachverständigen im Bauwesen gehören die

Oft bilden die Gutachten des Bausachverständigen die Basis für eine gütliche Einigung.

Bausachverständige, die ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben, sollten sich ebenfalls mit der Aus- und Weiterbildung im Bereich Energieberatung / Energieausweiserstellung auseinandersetzen und in der von der Deutschen Energie-Agentur (dena) geführten Energie-Effizienz-Experten-Liste eintragen lassen. Dies ist beispielsweise Voraussetzung, um Gutachten für die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) anfertigen zu können. Auch für die Baubegleitung durch einen Bausachverständigen ist es notwendig, in dieser Liste eingetragen zu sein, da nur dann die Bauherren im Rahmen des Programmes „431 - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung“ von einer finanziellen Förderung profitieren können. Auch für Kommunen und Unternehmen werden Bausachverständige tätig. Diese können ebenfalls von KfW- und auch von BAFA-Förderprogrammen profitieren.

Wer beauftragt eigentlich einen Bausachverständigen?

Bausachverständige werden unter anderem von

beauftragt.

Die Ausbildung zum Bausachverständigen

Die Ausbildung zum Bausachverständigen  ist sehr vielschichtig. Modal bietet dazu deutschlandweit fünftägige Seminare an, die sich in drei verschiedene Lehrbereiche unterteilen:

Modal bietet eine sehr praxisorientierte Ausbildung an. So werden die Teilnehmer unter anderem in

erfahren aber auch viel über die Tätigkeit von Gutachterausschüssen, über Hilfsmittel zur Begutachtung und Dokumentierung von Schäden und den Aufbau von Wertgutachten, um nur einen kleinen Einblick über die Themenvielfalt zu geben.

Wie wird man Bausachverständiger?

Ziel des Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsseminars zum Bausachverständigen ist es, die Seminarteilnehmer in die Lage zu versetzen, selbstständig Gutachten zu vorhandenen Baumängeln und Bauschäden, aber zu zu deren Ursachen, anfertigen zu können.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Die Kosten für das von Modal angebotene fünftägige Seminar „Bausachverständiger“ belaufen sich pro Teilnehmer auf 2.320,50 Euro inklusive MwSt. (1.950,00 Euro netto + 370,50 Euro MwSt.). Hinzu kommt noch einmal die von der DESAG angesetzte Prüfungsgebühr von 368,90 Euro inklusive MwSt. (310,00 Euro netto + 58,90 Euro MwSt.) - Stand 07/2018.

Fördermöglichkeiten

Auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten sind wir bereits in den Beiträgen „Wie werde ich Energieberater?“ bzw. „Wie werde ich Kfz-Sachverständiger?“ eingegangen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Sachverständige für Bauwesen müssen sich regelmäßig weiterbilden. Dazu bieten Bildungsträger wie Modal zahlreiche Veranstaltungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten an. So ist es beispielsweise möglich, eine Weiterbildung zum Baugutachter Wertermittlung, Bewertungs-Sachverständigen, Schimmel-Gutachter oder zum Gutachter Mauerwerksbau und Risse in Böden und Wänden zu absolvieren. Wer möchte, kann aber auch ein Aufbau- und Vertiefungsseminar im Sektor Wertermittlung belegen. Welche Seminare aktuell noch angeboten werden, erfahren Sie auf unserer Webseite.

Die Abschlussprüfung

Direkt im Anschluss an das Seminar erfolgt die Abschlussprüfung, deren erfolgreicher Abschluss Voraussetzung für die Aufnahme in den „Berufsfachverband für das Sachverständigen- und Gutachterwesen e. V.“ und für die Mitgliedschaft in der DESAG ist. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, Regionalpartner der DESAG zu werden.

Die DESAG stellt Ihnen erfolgreichem Abschluss ein Prüfungszertifikat und ein Prüfungszeugnis aus. Wer bei der Prüfung nicht die Hälfte der erreichbaren Punktzahl schafft, hat die Möglichkeit, das Seminar kostenlos zu wiederholen und wiederum an der Prüfung teilzunehmen.

Wurde das Seminar erfolgreich abgeschlossen, so werden die Teilnehmer von Modal in eine Internet-Datenbank aufgenommen. Nach einem Postleitzahlenschlüssel werden eingehende Anfragen an die Sachverständigen kostenlos weitergeleitet. Ein Interessent hat so die Möglichkeit, nach dem passenden Sachverständigen zielgenau zu suchen.

Fazit - Der Bausachverständige - Ein Beruf mit Zukunft?

Auf jeden Fall haben Bausachverständige sehr gute Zukunftsaussichten. Wenn man allein bedenkt, dass in den nächsten Jahren mehrere Tausend Häuser an die nächste Generation vererbt oder von dieser dann verkauft werden, gibt es bereits hier ein erhebliches Potenzial. In viele dieser Bestandsimmobilien wurde jahrzehntelang kaum investiert, was entsprechende Schäden zur Folge haben kann. Diese sollten von einem Bausachverständigen begutachtet werden. Aber auch sonst wechseln viele Immobilien ihren Besitzer und müssen dazu begutachtet werden.

Mancher plant selbst die Instandsetzung seines Hauses und möchte sich dazu fachlichen Rat einholen. Auch hier ist der Bausachverständige die erste Wahl, sieht er als Profi doch oft auch Mängel, die dem Laien verborgen bleiben. Zugleich unterstützt der Sachverständige die Hausbesitzer auch bei der Beantragung der Fördermittel und kann auch auf weitere Förderprogramme - beispielsweise des jeweiligen Bundeslandes oder der Kommune - hinweisen.

Auch in Unternehmen und Kommunen werden Bausachverständige tätig. So müssen beispielsweise ältere Gebäudekomplexe auf ihren Zustand kontrolliert und eventuelle (energetische) Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden. Damit für diese Maßnahmen staatliche Fördermittel oder zinsgünstige Darlehen fließen, ist die Hinzuziehung eines Sachverständigen im Bauwesen unabdingbar. Dieser hat einen Sanierungs- bzw. Maßnahmeplan zu erstellen und zuvor die Ist-Situation zu überprüfen und schriftlich zu fixieren. Die Durchführung der Maßnahmen muss ebenfalls vom Bausachverständigen bescheinigt werden. Für die Beauftragung eines Bausachverständigen entstehen natürlich Kosten, die aber auf Antragstellung anteilig von der KfW oder dem BAFA bezuschusst werden