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Bau-Sachverständiger

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Termine: Ganzjährige Termine
Dauer: 5 Tage
Seminarort: Bundesweit
Fachbereich: Bau

Kosten:
2320,50 Euro inkl. MwSt. pro Teilnehmer
(1950,00 Euro netto + 370,50 Euro MwSt.)

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Sachverständiger für Schäden an Gebäuden

Gar nicht so selten kommt es bei Neubauprojekten und bereits bestehenden Gebäuden vor, dass Mängel auftreten, die von einem Sachverständigen bewertet werden müssen. Manchmal wurde nicht korrekt gearbeitet, manchmal kam es wiederum durch Witterungseinflüsse zu Schäden. Diesen Schäden muss natürlich auf den Grund gegangen und die Kosten zur Behebung beziffert werden. Dies gehört zu den Aufgaben eines Sachverständigen für Schäden an Gebäuden. Alternativ kann dieser als Bausachverständiger, Baugutachter und Sachverständiger – Bauschäden und Baumängel bezeichnet werden.

Sachverständiger für Schäden an Gebäuden: Experten in Ihrem Fachgebiet

Ältere Gebäude weisen oft zahlreiche Schäden am Mauerwerk, Keller oder Dach auf, die ebenfalls zu begutachten sind, bevor eine Instandsetzung erfolgt. Manchmal wurde aber an Gebäuden auch einfach jahrzehntelang nichts gemacht, was zur Folge hat, dass der Wert des Hauses geringer ausfällt als eine vergleichbare Immobilie. Für die Gewährung von Fördermitteln durch die KfW bzw. das BAFA ist die Hinzuziehung eines Bausachverständigen verpflichtend. Nicht jeder kann allerdings als Sachverständiger für Schäden an Gebäuden arbeiten. Um als Gutachter tätig werden zu können, muss man entsprechende berufliche Voraussetzungen mitbringen und regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen, um immer auf dem neuesten technischen und bauhandwerklichen Stand zu bleiben. Welche Aufgabengebiete er hat, welche Ausbildung er genossen haben sollte und wie hoch das mögliche Gehalt ausfallen kann, das und vieles mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.

Berufsbeschreibung Sachverständiger für Schäden an Gebäuden

Bausachverständige prüfen, ob Bauleistungen fachgerecht ausgeführt wurden. Gleichzeitig ermitteln sie den baulichen Zustand einer Immobilie und beurteilen das Ausmaß an möglichen Bauschäden. Sie sind dafür zuständig, die Ursachen für diese Bauschäden aufzuspüren und schätzen die entstehenden Kosten für deren Beseitigung sowie den Grad der Wertminderung anhand bestimmter Vorgaben ein. Sie können auf Wunsch die Sanierungsmaßnahmen begleiten und abnehmen. Für ihre Sachverständigentätigkeit benötigen umfangreiche technische und bauliche Kenntnisse, die sie im Rahmen ihres Studiums, durch Weiterbildungen und ihre weitere Tätigkeit erworben haben sollten. Gleichzeitig müssen sie sich kontinuierlich weiterbilden, beispielsweise im Rahmen von Lehrgängen.

Aufgabengebiete

Aufgabe der Bausachverständigen ist es unter anderem, Feststellungen darüber zu treffen, ob Bauleistungen fachgerecht ausgeführt wurden. Zudem ermitteln sie den Zustand von Gebäuden, das Ausmaß von Bauschäden, klären im Schadensfall die Schadensursachen und schätzen die Kosten, die für die Beseitigung der Schäden aufgewandt werden müssen. Sie bestimmen den Grad der Wertminderung einer Immobilie. Einer ihrer größten Aufgabenbereiche ist die Erstellung von Privat-, Schieds- und Gerichtsgutachten. Zu den Aufgabengebieten eines Sachverständigen gehört die Bewertung respektive Schätzung von Grundstücken und Gebäuden im Hinblick auf ihren Verkehrs- oder Ertragswert sowie ihren Mietwert. Der Mietwert ist nicht nur für eine Vermietung, sondern auch für eine Verpachtung interessant.

Sachverständige für Schäden an Gebäuden führen unter anderem Ortstermine durch, erläutern die erstellten Gutachten in Gerichtsverfahren, erstellen bzw. beantragen Zertifikate oder Qualitätssiegel zur Nachhaltigkeit bzw. zur Energieeffizienz eines Gebäudes, beurteilen die Architekten- und Ingenieurleistungen und deren Hornorarforderungen. Sie ermitteln auch die Anteile des Verursachers bzw. Verantwortlichen am Gesamtschaden. In Absprache mit dem Bauherrn können sie auch Anträge auf Fördermittel einreichen, sofern sie in der Energieeffizienz-Experten-Liste der dena registriert sind. Die Kontrolle von Baumaßnahmen und deren Abnahme gehört zu den weiteren Aufgaben dieser Sachverständigen.

Ausbildung zum Gutachter für Schäden an Gebäuden

Für die Ausbildung zum Gutachter für Schäden an Gebäuden ist ein ingenieurwissenschaftliches oder technisches Studium Voraussetzung. Zu diesen möglichen Studienfächern gehören Architektur, Bauingenieurwesen, Bauphysik sowie Wasser- und Bodenmanagement und Wassertechnologie. Ein Abschluss als Dipl.-Ing. ist hier durchaus anzustreben. Wer den gesetzlich geschützten Titel „Beratende/r Ingenieur/in“ führen möchte, muss über eine mehrjährige Fachpraxis verfügen, Mitglied in einer Länderingenieurkammer und in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen eingetragen sein. Wer über mehrere Jahre in handwerksähnlichen Gewerken als Selbstständiger tätig ist, als Betriebs- oder Bauleiter, als Handwerksmeister, Techniker, oder selbstständig im Baunebengewerbe arbeitet, kann ebenfalls eine Sachverständigenausbildung für Schäden an Gebäuden absolvieren. Nach der Ausbildung muss eine Prüfung abgelegt und bestanden werden. Erst dann darf man sich als Bausachverständiger bezeichnen.

Die Ausbildung zum Bausachverständigen findet meist in Lehrgängen oder Modulen statt. Diese können beispielsweise über eine Woche, aber auch über einen längeren Zeitraum laufen. Ein (vorbereitendes) Selbststudium und die Teilnahme an Webinaren ist bei einigen Anbietern dieser Ausbildung ebenfalls möglich. Die Kosten für die Teilnahme an einem solchen Kurs kann beispielsweise das entsendende Unternehmen oder das Architekten- bzw. Ingenieurbüro tragen, in dem man weiterhin tätig ist.

In der Ausbildung werden den Teilnehmern Aufgaben und Arbeitsweisen des Sachverständigen, die fachliche Lehre und die Rechtslehre nähergebracht. Danach ist eine Fachverbandsprüfung abzulegen, beispielsweise bei der DESAG Deutsche Sachverständigen Gesellschaft mbH, beim TÜV oder bei einem Berufsfachverband.

Um regelmäßig auf dem aktuellsten technischen Stand zu bleiben, ist die Teilnahme an Anpassungsweiterbildungen sehr sinnvoll. Wer weiter aufsteigen möchte, der kann an sogenannten Aufstiegsweiterbildungen teilnehmen.

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Die Arbeitssituaton

Sachverständige für Schäden an Gebäuden und anderen Bauwerken arbeiten in Büroräumen, in Gebäuden und natürlich auf Baustellen, oft aber auch in Gerichtssälen. Sie arbeiten weitgehend selbstständig und eigenverantwortlich. Sie haben aber viele Kontakte, so unter anderem zu Gutachtern anderer Fachgebiete, zu den eigenen Angestellten, zu Mitarbeitern in Behörden, zu Laboranten, Physikern, Chemikern und Richtern. Sachverständige müssen eine absolute Objektivität an den Tag legen und dürfen nicht parteiisch sein.

Um den baulichen Zustand eines Gebäudes einschätzen zu können, sind Vor-Ort-Besichtigungen notwendig. Dabei sind die Sachverständigen den Witterungsbedingungen ausgesetzt, aber auch Baustellenlärm und Baustaub. Sie müssen dort Sicherheitsbekleidung tragen, so beispielsweise einen Schutzhelm und Sicherheitsschuhe. Wichtige Messdaten und weitere Informationen können mit Hilfe einer speziellen Software schon vor Ort via Laptop, Tablet oder Smartphone abgespeichert werden. Die Gutachten werden dann im Büro am Computer geschrieben. Eventuell beschäftigt der Sachverständige dafür eine Mitarbeiterin, der er das Gutachten diktiert (via Spracherkennung, via Smartphone. auf Kassette oder direkt vor Ort).

Notwendige Ausstattung

Der Sachverständige untersucht unter anderem Wohn- und Geschäftshäuser sowie Hallen. Sein Aufgabengebiet kann sich zudem um die Untersuchung von Brücken, Straßen, Tunnel und Bauwerksteile erweitert haben. Er setzt unter anderem Lasermessgeräte, Digitalkameras, Laptops, Tablets oder Smartphones ein, auf denen auch spezielle Software abgespeichert ist. Zu den ihm vorliegenden Unterlagen können unter anderem Bauschädendokumente, Informationen zum öffentlichen Baurecht, Ausschreibungs-, Vergabe- und Abrechnungsunterlagen, VOB-Regelungen, Vertragstexte, Gerichtsbeschlüsse, Baunormen und Bauvorschriften, Vorschriften zur Denkmalpflege und zum Denkmalschutz, verschiedene Gutachten, Zeritifkate sowie Qualitätssiegel gehören. Zu seiner Büroausstattung werden unter anderem ein PC oder Laptop, ein Telefonanschluss mit Telefonanlage, ein Internetzugang, ein Drucker mit Kopier- und Scanfunktion sowie gegebenenfalls ein Faxgerät gehören.

Berufswege

Sachverständige für Bauwesen können in bereits betriebenen Sachverständigenbüros, beim TÜV Rheinland, weiteren Prüforganisationen und in verschiedenen Behörden angestellt arbeiten.

Es besteht zudem die Möglichkeit, sich nach erfolgreicher Prüfung selbstständig zu machen, ein bereits bestehendes Unternehmen zu übernehmen oder sich daran zu beteiligen. Als Franchisenehmer kann man gegen eine Gebühr das bereits eingeführte Geschäftskonzept eines Franchisegebers am eigenen Standort übernehmen, oder sich an sogenannten Spin-off’s (Neugründungen) aus Hochschulen oder Forschungseinrichtungen beteiligen. Unter Umständen gilt es dabei, rechtliche Voraussetzungen zu beachten.

Bausachverständige haben auch in Zukunft eine sehr gute Perspektive. Es steht zu erwarten, dass nicht nur noch mehr Häuser errichtet, sondern auch viel in die Sanierung von Altbauten investiert wird. Hier ist die Hinzuziehung eines Sachverständigen nahezu unerlässlich, um nicht irgendwelche Schäden zu übersehen, und auch deshalb, um den Verkaufs- bzw. Kaufpreis realistisch schätzen lasen zu können.

Mögliches Gehalt

Grundsätzlich hängt das zu erreichende Einkommen von der Aus- und Weiterbildung, der Berufserfahrung und auch der Verantwortlichkeit ab. Abhängig ist sie zudem von den Anforderungen, von der Branche, Region und dem Betrieb. Wer in einem tarifgebundenen Betrieb tätig ist, bezieht sein Gehalt auf der Basis der tarifvertraglichen Vereinbarungen. In nichttarifgebundenen Unternehmen haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihren monatlichen Lohn selbst zu verhandeln.

Angaben der Bundesanstalt für Arbeit zufolge verdienen Bausachverständige monatlich zwischen 3.900 und 5.900 Euro brutto. Dies ist natürlich auch vom Bundesland, in dem der Sachverständige angestellt ist, abhängig. Als selbstständiger Sachverständiger für Schäden an Gebäuden und anderen Bauwerken können die Einkünfte noch etwas höher ausfallen. Wer in der freien Wirtschaft als Angestellter tätig ist, kann sein Gehalt selbst verhandeln.