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Brandschutzbeauftragter

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Termine: Ganzjährige Termine
Dauer: 6 Tage + 1 Tag Prüfung
Seminarort: Bundesweit
Fachbereich: Sonstige

Kosten:
2737,00 Euro inkl. MwSt. pro Teilnehmer
(2300,00 Euro netto + 437,00 Euro MwSt.)

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Handbetätigte Geräte zur Brandbekämpfung

Zur Brandbekämpfung in Unternehmen werden nicht nur stationäre Löscheinrichtungen, sondern auch handbetätigte Geräte und verschiedene Materialien eingesetzt. Sicher wird dabei fast jeder an Feuerlöscher denken, die in sämtlichen gefährdeten Räumen, aber auch in manchen Privathaushalten vorhanden sein müssen. Es gibt aber noch eine Vielzahl an weiteren Geräten und Mitteln, die sowohl bei Personenbränden als auch bei der Brandbekämpfung von kleineren technischen Anlagen Verwendung finden können. Welche dies im Einzelnen sind und wie sie funktionieren, erläutert der folgende Beitrag.

Zum Glück kommen Personenbrände heutzutage sehr selten vor, sind dann aber meist von dramatischem Ausmaß. Die Folgen eines solchen Brandes können für die Gesundheit und sogar für das Leben der betreffenden Person gravierende Folgen haben. Deshalb ist zu gewährleisten, dass an Arbeitsplätzen, wo brennbare Flüssigkeiten verwendet oder auch mit offenem Feuer gearbeitet wird, die Vorsorge für Erste-Hilfe-Maßnahmen gewährleistet ist. Hierzu gehören die Bereitstellung ausreichender und vor allem passender Schutzmittel.

Feuerlöschdecken

Feuerlöschdecken können unter anderem dann verwendet werden, wenn Kleidungsstücke in Brand geraten sind, die sich am Körper des Betroffenen befinden. Geregelt wird ihre Verwendung unter anderem in den berufsgenossenschaftlichen Regeln „Fahrzeug-Instandhaltung“ (BGR 157) und „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BDG 500), in denen sich als mögliche Löscheinrichtung erwähnt werden.

Die Decken werden meist aus einem speziellen Wollgewebe hergestellt. Sind bislang in Ihrem Unternehmen noch Decken aus Asbestgewebe im Einsatz, so müssen diese gegen asbestfreie Feuerlöschdecken ausgetauscht werden. Damit die Hände des Helfers geschützt sind, besitzen die Löschdecken Grifftaschen.

Die Verwendung einer Löschdecke und vor allem das Verhalten bei in Brand geratenen Kleidungsstücken muss auf jeden Fall geübt werden. Dabei sollte der Betroffene mit der Feuerlöschdecke schnell so eingehüllt werden, dass die Flammen darunter ersticken. Kommt es - beispielsweise in der Küche - zu Fettbränden, sind die Decken zum Löschen nicht geeignet. Unternehmen, die eine eigene Kantine betrieben oder in anderweitiger Form mit Speiseöl oder Speisefett arbeiten, müssen einen sogenannten Fettbrandlöscher griffbereit haben. Fettbrandlöscher tragen unter anderem die Aufschrift „Geeignet zum Löschen von Speiseöl- und Fettbränden“.

Die Löschdecke selbst ist in einem Wandhydrantenschrank oder in einem  roten Kasten, der aus nicht brennbarem Material besteht, so zu verstauen, dass sie bereits mit einem schnellen Handgriff aus dem Schrank herausgezogen werden kann. Diese Schränke sind im Bereich der Gefahrenstellen und an Fluchtwegen anzubringen.

Feuerlöscher

Sämtliche Feuerlöscheinrichtungen können auch zum Löschen von brennender Kleidung Verwendung finden. Meist nutzt man hierfür tragbare Feuerlöscher oder fahrbare Geräte. Diese können mit unterschiedlichen Löschmitteln bestückt sein - zur Auswahl stehen ABC-Pulver, Schaum, wässrige Lösung und Kohlendioxyd. Mancherorts sind auch Wandhydranten vorhanden.

Brandbekämpfung an Personen mit einem Feuerlöscher

Auf Brust- oder Schulterpartie ist der erste sogenannte Löschimpuls zu richten. So wird dafür gesorgt, dass die hinaufzüngelnden Flammen den Kopf nicht angreifen können bzw. ihnen der Weg dorthin versperrt ist. Schon beim ersten Impuls ist darauf zu achten, dass der Strahl nicht die Augen und den Mund trifft. Die hohe Auftreffenergie würde hier zu zusätzlichen Verletzungen führen.

Wie bereits erwähnt, wird zwischen verschiedenen Feuerlöscher-Modellen unterschieden. Dabei gibt es bei der Verwendung der einzelnen Typen verschiedene Aspekte zu beachten.

Die besten Löschergebnisse wurden mit Schaumlöschern erzielt, die mit einer Wirbeldüse ausgestattet sind. Diese Düse sorgt für einen weichen und zugleich breiten Sprühstrahl und sorgt somit dafür, dass Personenbrände effektiv gelöscht werden. Selbstverständlich muss die Gebrauchsanleitung des Feuerlöschers, die auf dem Gebinde aufgedruckt ist, berücksichtigt werden.

Feuerlöschbrausen

Besteht eine besonders hohe Brandgefahr, ist es ratsam, neben Feuerlöschern auch Löschbrausen zu installieren. Dies ist beispielsweise bei Maschinen und Einrichtungen, die während der Produktion mit größeren Mengen an brennbarer Flüssigkeit arbeiten, in Abfüllräumen für brennbare Flüssigkeiten, in Laboren, Härtereien und Heißbetrieben der Fall. Von Vorteil ist, wenn die Löschbrausen beispielsweise beim Betreten der jeweiligen Bodenplatte ausgelöst werden. Als besonders wirkungsvoll haben sich in Löschkabinen integrierte Löschbrausen erwiesen. Diese werden sowohl für die Löschmittel Wasser, Kohlendioxyd und ABC-Pulver angeboten. Da die Löschkabinen unabhängig von Versorgungsanschlüssen sind, können sie an jedem Ort aufgestellt und in Betriebsbereitschaft versetzt werden.

Löschen mit Wasser

Wasser wird schon seit Jahrtausenden zum Löschen von Bränden verwendet. Auch in Unternehmen sollte ein gefüllter Wassereimer an besonders gefährdeten Arbeitsplätzen bereitstehen, um einen Personenbrand zu löschen.

In vielen größeren Unternehmen, die mit gefährlichen Stoffen und/oder großen technischen Anlagen arbeiten, kommen natürlich neben den handbetriebenen Geräten zur Brandbekämpfung auch stationäre Löschanlagen wie beispielsweise Sprinkleranlagen und Regenwände zum Einsatz. Zahlreiche Informationen zu diesen Löschanlagen finden Sie im Beitrag „Stationäre Löschanlagen“.