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Energieberater

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Termine: Ganzjährige Termine
Dauer: 2 Tage
Seminarort: Bundesweit
Fachbereich: TGA, Bau

Kosten:
831,81 Euro inkl. MwSt. pro Teilnehmer
(699,00 Euro netto + 132,81 Euro MwSt.)

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Energieberater Gehalt bzw. Verdienst

Das Gehalt bzw. der Verdienst eines Energieberaters hängt von verschiedenen Faktoren ab. Während sich einige Berater selbstständig gemacht und ein eigenes Unternehmen gegründet haben, sind andere wiederum bei Stadt- und Kreisverwaltungen, Energieunternehmen oder Verbraucherzentralen angestellt und beziehen hier regelmäßige Einkünfte. Auch Meister in Handwerksunternehmen sowie Schornsteinfeger bilden sich zum Energieberater weiter und nutzen dieses Aufgabengebiet als zusätzliches Standbein.

Natürlich gibt es auch Energieberaterinnen. Der Einfachheit halber verwenden wir in diesem Beitrag und in weiteren Artikeln unserer Webseite die Bezeichnung Energieberater.

Das Energieberater Gehalt fällt regional sehr unterschiedlich aus

In einigen Regionen Deutschlands, so beispielsweise in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen, aber auch in Baden-Württemberg, sind verschiedene große Energieunternehmen und Energieversorger ansässig. Diese beschäftigen auch Energieberater, die Unternehmen und Privatpersonen vor Ort über Energieeinsparmöglichkeiten informieren. Diese Energieversorger zahlen ihren Beratern teilweise ein sehr hohes Gehalt, das bei bis zu 4.000 Euro brutto, aber natürlich auch darüber liegen kann. Hier kommt es unter anderem auf die Ausbildung, aber auch die bereits vorhandenen Erfahrungen des Beraters, natürlich aber auch auf sein Verhandlungsgeschick während der Gehaltsverhandlungen, an. Eventuell zahlt das Energieunternehmen auch Erfolgsprämien, die individuell vereinbart werden.

Der maximale Verdienst eines selbstständigen Energieberaters liegt in Bayern bei etwa 4.000 Euro, in Hamburg allerdings nur bei 1.700 Euro. Wer aber im benachbarten Bundesland Schleswig-Holstein wohnt oder zumindest arbeitet, kann hier durchaus ein Gehalt von bis zu 3.000 Euro erzielen. Generell können Berufsanfänger mit einem Gehalt zwischen 2.000 und 2.500 Euro rechnen. Steigt in der Folgezeit der Bekanntheitsgrad und die Nachfrage, ist auch ein höheres Gehalt möglich. 

Weitere berufliche Standbeine

Viele selbstständige Energieberater haben auch ein weiteres berufliches Standbein und sind unter anderem als Haustechnik Sachverständiger, Bausachverständiger, Schornsteinfeger oder als Handwerksmeister tätig. Dadurch lässt sich das Gehalt, welches durch die Energieberatungen erzielt wird, ebenfalls nicht so deutlich auseinanderdividieren. Zumal es bei den Beauftragungen naturgemäß zu Schwankungen bei der Nachfrage kommt.

Wissenswertes

Energieberater sollten sich regelmäßig fortbilden, um auf dem neuesten Wissensstand zu bleiben. Die Teilnahme an den Fortbildungen ist allerdings mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, die natürlich aus den Einnahmen des Beraters bzw. des eigenen Unternehmens bestritten werden müssen. Zwar kann nahezu jeder als Energieberater tätig werden, allerdings wird eine Förderung von Sanierungsmaßnahmen, Neubauten  oder Umbauten durch die KfW nur gewährt, wenn der hinzugezogene Energieberater in der Energie-Effizienz-Experten-Liste der Deutschen Energie Agentur (dena) registriert ist. Um in diese Liste eingetragen zu werden, ist allerdings die Teilnahme an verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen und Lehrgängen notwendig, deren Abschlusszertifikate bei der dena eingereicht werden müssen. Gleiches gilt auch für Energieberater, die klein- und mittelständische Unternehmen, aber auch Großunternehmen energetisch beraten wollen. Diese Maßnahmen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit Zuschüssen unterstützt, auch hier ist aber die Registrierung in der Energie-Effizienz-Experten-Liste notwendig.

Vielleicht stellen Sie sich ja jetzt die Frage, wie es denn sein kann, dass von den erzielten Einnahmen nur ein Teil übrig bleibt, der dann als eigenes Gehalt zur Verfügung steht? Gerade bei Energieberatungen in Unternehmen und bei Kommunen können durchaus hohe Einnahmen generiert werden, da beispielsweise die Beratungs- und Kontrollverfahren wesentlich länger laufen und hier auch höhere Zuschüsse von der KfW und der BAFA zu erwarten sind. Dabei gilt es allerdings zu bedenken, dass gerade Selbstständige auch einige Ausgaben zu verzeichnen haben. Sie müssen ein eigenes Büro anmieten, Personal einstellen und die technische Ausstattung (beispielsweise Messgeräte, Computer und Software) erwerben. Da die jährlichen Einnahmen 17.000 Euro überschreiten dürften, muss neben der Mehrwertsteuer (die auf den Rechnungen separat ausgewiesen wird) zudem auch Umsatzsteuer gezahlt werden, da es sich bei dieser Tätigkeit dann nicht mehr um ein Kleinunternehmen im Sinne des Umsatzsteuergesetztes handeln dürfte.

Zudem gibt es auch Zeiten, in denen nicht so viele Aufträge eingehen. Hier gilt es, sich ein finanzielles Polster zu schaffen, um diese Zeiträume zu überbrücken. Natürlich muss gerade in der Anfangszeit auch viel Werbung für das eigene Unternehmen gemacht werden, was zu weiteren Kosten führt. Da die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen in der Regel ebenfalls mit Kosten verbunden ist, muss auch dieser Posten bei der unternehmerischen Finanzplanung berücksichtigt werden.